Studienfahrt der Jahrgangsstufe 12 des GSW


   Studienfahrt 2011 -- Jahrgangsstufe 12

Toskana – das muss man erlebt haben

 

 

 

von Aliena Mengel und Vanessa Saßmannshausen

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Am 09. 09. 2011 war es endlich soweit, das lang erwartete Abenteuer Toskana sollte beginnen. Nach langem Kofferpacken, machten sich alle auf den Weg zum Robert-Koch-Center, von wo aus die Reise begann. Nachdem wir uns von Eltern und Freunden verabschiedet und die Koffer sicher verstaut hatten, machten wir es uns für die nächsten 18 Stunden auf seinem Sitzplatz gemütlich und hofften, dass die lange Fahrt ohne Komplikationen und Verzögerungen verlaufen würde. Schon bald merkten einige, dass die Leute am Fenster einen wesentlich besseren Sitzplatz ergattert hatten. In Frankfurt schallten dann die ersten: ,, Ey,  Busfahrer,ich muss aufs Kloooo Rufe!" durch den Bus und die erste von gefühlten 1000 Pausen während der gesamten Toskanafahrt wurde eingelegt, was schon zu diesem Zeitpunkt einige zu nerven schien. Kaum in der Schweiz angekommen, kam es dann trotz Daumen drücken, zu einer Verzögerung von 3 Stunden, da einem unserer Mitinsassen sichtlich übel war. Doch zum Glück stellte sich heraus, dass es sich um nichts Ernstes handelte, und so konnten wir unsere Fahrt bei Sonnenaufgang, der sich über den Schweizer Bergen präsentierte, fortsetzen, voller Neid mit der Gewissheit, dass der andere Bus schon über die Grenze Italiens gerollt war. In der Schweiz kamen die Jungs der hinteren Sitzplätze auf eine ,,glänzende" Idee. Während man durch die zahlreichen Tunnel fuhr, stimmten sie ein munteres Liedchen an, das sich bis heute hartnäckig in unseren Köpfen festgesetzt hat. (Da kommt ein Tunnel,Tunnel,Tunnel ... Loch, wir sind im Tunnel,Tunnel,Tunnel ... Loch, wir waren im Tunnel,Tunnel,Tunnel ... Loch usw... ) Als wir merkten, dass es in Italien fast genau so viele Tunnel gibt, wurde einigen schnell bewusst, dass der Versuch zu schlafen sinnlos sein würde.

Geflasht von den Palmen am Supermarkt, in dem wir uns Stärkung für die nächsten Tage holten und dem Strand, der mit seinen riesigen Marmorsteinen lockte und geschockt von den Umständen, die wir in unseren Zimmern vorfanden, blieb uns nur noch der Weg in den Pool oder an den Strand von Marina di Massa. Nach der Verdauung des uns nicht vom Hocker werfenden Essens und des ersten Schocks machten wir uns am Sonntag den 11.09.2011 auf den Weg in das wunderschöne Volterra, das auf einem Gebirgszug thront und mit seinen engen Gässchen und kleinen Lädchen, in denen der für die Toskana typische ,,Carrara Marmorstein" verkauft wird, lockt. Anschließend besichtigten wir die für ihr alljährliches Pferderennen bekannte Stadt Siena und ihre Sehenswürdigkeiten. Auf dem Marktplatz, auf dem auch die Rennen stattfinden, konnten wir dann den von Trommeln lautstark begleiteten Umzug von Bürgern bestaunen, die ebenfalls an dem Paleo teilgenommen hatten. Dem folgenden Montag  widmeten wir ganz der Erkundung von Florenz und merkten schon bald, welchen Einfluss die Stadt gehabt haben muss und immer noch hat. Neben einigen Kunstwerken Michelangelos ist vor allem der Dom: ,, Santa Maria del Fiore" und die dazugehörige Basilika zu erwähnen, die aus grünem, roten und weißem Marmor erbaut wurden und dadurch ein einzigartiges Erscheinungsbild bieten. Am nächsten Tag stand eine Entdeckungstour durch Lucca und Pisa an. Während Lucca uns zeigte, dass auch in Italien Kleinkriminelle rumlaufen, die Jugendlichen außer Billigsonnenbrillen und 5-Euro-Taschen auch Butterflies und Schlagringe andrehen, gab es in Pisa neben dem schiefen Turm und zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten auch einen großen Markt, der mit einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis lockte. Der Mittwoch stand zur freien Verfügung und wurde damit verbracht, am Strand zu faulenzen, sich zu bräunen und anschließend mit anderen zu vergleichen, wie viel die Sonne geschafft hatte. Viele waren anstatt richtig braun eher richtig rot geworden und hofften nun inständig, dass sich die Farbe noch ändern würde. Um am nächsten Tag zu unserem Ausflugsziel zu gelangen, nuzten wir dafür die italienische Eisenbahn, am " Liebesweg " angekommen, beschlossen wir ein kleines Stück entlang des türkis-blauen und klaren Meeres und der Liebesschlösser zu wandern. Danach stand eine Schiffsfahrt an, deren Route an der schönsten Küste Italiens, mit Namen Cinque Terre, entlang führte. Am Freitag, also am letzten Tag unserer Abschlussfahrt, besichtigten wir die Carrara-Marmorsteinbrüche, die, wie wir erfahren sollten, ihren ,,Carrara Marmorstaub" weltweit exportieren und in jedes erdenkliche Lebensmittel reinpacken, wie zum Beispiel in ... Fruchtzwerge. Fragen brauchten wir unserem waschechten, italienischen Reiseführer auch nicht zu stellen, denn das tat er für gewöhnlich selbst und schickte die Antwort gleich hinterher

Besonders erwähnenswert waren auch die abendlichen Besuche in der nahegelegenen Tropical Bar, in der alle den meisten Spaß hatten und das auf den Fotos auch öffentlich zeigten.

Die Rückfahrt wurde extra etwas früher angesetzt, um schon eher wieder zu Hause zu sein, allerdings lag die Planung  falsch, denn wir gerieten in den Berufsverkehr und standen im Stau, der uns auch noch unseren letzten Nerv raubte. Insgesamt kann man sagen, dass auch die Rückfahrt von Tunnnelsongs geprägt und von dem schlichten Ruf: " Hüüüüte!!! " begleitet wurde.

Alles in Allem hatten wir, trotz spartanischer Unterkunft, viel Spaß und konnten sehr viele Erlebnisse und Fotos sammeln und zu Hause präsentieren. 

Ein besonderer Dank geht an unsere Busfahrer und natürlich unsere Lehrer, die diese Fahrt erst möglich machten.