Die Klassen 10a und 10b des Gymnasiums Schloss Wittgenstein haben am 17. und 18. Juni eine eindrucksvolle zweitägige Exkursion nach Weimar und zur Gedenkstätte Buchenwald unternommen. Insgesamt 39 Schülerinnen und Schüler machten sich gemeinsam mit ihren Geschichtslehrkräften Sophie Lefarth und André Rohrbach auf den Weg, um Geschichte und Kultur an authentischen Orten zu erleben.

Der erste Tag führte die Gruppe zur Gedenkstätte Buchenwald, einem der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Bereits die Anfahrt über die historische Blutstraße und der Blick auf das markante Lagertor machten den Jugendlichen die Bedeutung dieses Ortes bewusst.

In der Dauerausstellung der ehemaligen Effektenkammer sowie im Krematorium setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Lageralltag, der systematischen Gewalt und dem unmenschlichen Umgang der SS-Wachmannschaften auseinander. Die Betroffenheit war spürbar – ein Moment des Lernens, der weit über den Unterricht hinausreicht.

Der zweite Tag bot einen bewussten Kontrast: Die Klassen erkundeten die historische Innenstadt Weimars und folgten den Spuren der großen Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Im Rahmen einer thematischen Stadtführung besuchten die Jugendlichen die Wohnhäuser der beiden Schriftsteller und erfuhren mehr über deren Leben, Wirken und Bedeutung für die deutsche Kulturgeschichte. Ein gemeinsames Foto vor dem berühmten Goethe-Schiller-Denkmal am Deutschen Nationaltheater durfte natürlich nicht fehlen.

Die Exkursion ist seit Jahren fest im Fahrtenprogramm des Gymnasiums Schloss Wittgenstein verankert. Sie ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, historische Verantwortung und kulturelles Erbe unmittelbar zu erleben – ein Lernformat, das nachhaltig wirkt und neue Zugänge zu Unterrichtsinhalten eröffnet.
„Lernen an außerschulischen Orten eröffnet andere Zugänge und bleibt länger im Gedächtnis“, betonten die begleitenden Lehrkräfte abschließend.

Text: Karin Leser/André Rohrbach

Fotos: André Rohrbach